Wenn ich von der Sexualität spreche

Wenn ich von der Sexualität spreche,
fühle ich mich ganz natürlich,
entspannt und in Freude.
Und gleichzeitig gibt es das,
dass ein Teil von mir auf Habachtstellung ist
und zittert.

Besonders bei Männern
kann allein das Wort Yoni
Bilder und Empfindungen hervorrufen,
wird mir in letzter Zeit zunehmend bewusster.
Eine Frau sagte mir,
"Jedes Mal, wenn du das Wort Vagina ausgesprochen hast,
ging eine Erschütterung durch mich."

Wie geht es dir damit?
Fühlst du dich verlegen, wenn ich von der Yoni oder der Vagina spreche?
Oder erleichtert, dass endlich über dieses wichtige Thema gesprochen wird?
Oder noch anders?
 
Die Yoni ist ein wunderbarer Ort,
wodurch alle Menschen auf die Welt kommen.
Sie ist eine Quelle der Freude und der Kraft.
Und nicht etwas, was beschämend,
zu verbergen,
dreckig
oder anstößig ist!
Wenn eine Frau mit ihrer Yoni verbunden ist,
ist sie in ihrer Kraft,
ruht in ihrer Mitte
und kann sich von dort aus wahrhaftig mit ihren Mitmenschen verbinden.

Wenn eine Frau noch nie ihre Yoni betrachtet,

sie liebevoll berührt

und auf sie gelauscht hat,

dann fehlt etwas in ihrem Leben.

 

Deshalb spreche ich von der Yoni, 
berühre sie mit Achtsamkeit
und möchte Frauen darin unterstützen,
immer mehr in ihrer ureigenen Schönheit und Kraft zu sein!

Und wenn ich von der Wichtigkeit der Yoni spreche,
kann dies Menschen mit einem unerfüllten Sexualleben
oder mit schlechten Erfahrungen in der Sexualität,
Menschen, die innere Verbote diesbezüglich in sich tragen,
oder verzerrte Vorstellungen und Bilder,
mein Ansprechen dieses Themas 
kann sie erschüttern,
Ärger, Angst oder Schuldgefühle hervorrufen,
es kann ihnen unangenehm werden,
da Dinge berührt werden, die sie gar nicht berührt haben wollten.
Dessen will ich mir bewusst sein
und all den Gefühlen und Phänomenen, die auftauchen,
ihren Raum geben.

 

Denn wenn sie da sein und angeschaut werden dürfen,

wird es möglich für die Einzelnen,

immer mehr zu einer Sexualität zu finden,

wie sie ihnen seelisch und körperlich entspricht.

 

Dafür spreche ich von der Sexualität
und möchte mit dir ins Gespräch kommen.
Weil die Sexualität für uns Menschen so ursprünglich ist,
weil sie heilig
und gleichzeitig so natürlich ist.

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Comments: 4
  • #1

    Claudia Elizabeth Huber (Monday, 18 January 2016 13:16)

    Ein schöner Text!
    Und ja, ich bekomme das Feedback auch von vielen Menschen, mit denen ich mich unterhalte. Irgendwie scheint immer noch ein Stich durch die Seele zu gehen beim Gedanken an die weibliche Kraft.
    Deswegen ist es schön, wenn wir uns gegenseitig unterstützen, unsere Vaginas/Yonis/Muschis/Egal, wie du es nennen willst, wieder bedingungslos zu lieben!

    Danke, Mari!
    Claudia

  • #2

    Renata (Tuesday, 19 January 2016 07:19)

    Es ist wunderbar wenn Frauen die Möglichkeit haben sich mit ihrer unglaublich innewohnenden Kraft zu verbinden. Nichts braucht Muttererde mehr und die Erdlinge die sie bewohnen.
    Und wir Frauen, denen es möglich ist,sind für all die Frauen denen das Leben die Möglichkeit verwehrt, in der Pflicht dieses Erbe zu leben.

  • #3

    Mari (Thursday, 28 January 2016 17:02)

    Ja, Claudia, besonders Männer haben immer wieder auf das Wort 'Yoni-Massage' sehr stark reagiert. Bei einem Mann löste es Aggression und Ängste aus, bei einem Anderen Scham und auch Angst. Mit dem ersten Mann habe ich dann ein halbes Jahr lang regelmäßig einen Dialog geführt, und wir sind durch verschiedenste Themen gegangen: die Macht eines Mannes über Frauen, die Beziehung zu seiner Ex-Frau, sein Wunsch, mit seinen zarten und auch 'männlichen' Teilen angenommen zu werden ...
    Am Ende hat sich seine Beziehung zur Yoni so gewandelt, dass ich auch sehr dafür plädieren will, mit Männern darüber so ehrlich wie möglich ins Gespärch zu gehen.

  • #4

    Mari (Thursday, 28 January 2016 17:05)

    Danke, Renata, du sprichst mir aus dem Herzen!
    Mir ist es auch sehr bewusst, wie privilegiert ich in meiner Lage bin, und dass ich diese Arbeit auch stellvertretend für meine Ahninnen und Nachkommen, für meine Landsfrauen und all die Frauen tue, die nicht die Möglichkeit auf diese Weise haben.